moderierter eigenbau
initiiertes ortszentrum für holzgünz (d)
2004-2005

unter bürgerbeteiligung in entwurfs- und realisierungsphase entsteht in der gemeinde holzgünz im allgäu schrittweise ein neues ortszentrum als modellprojekt. mit minimalem budget wird ein räumliches konzept unter berücksichtigung der handwerklichen fähigkeiten der ansässigen bevölkerung und der lokalen ressourcen realisiert.

räumlich schliessen die spalierbänke eine lücke am dorfplatz des strassenangers. das raumbildende spalierobst ist ein, der umliegenden obstbaulandschaft entlehntes bild. es teilt den dorfplatz in eine befestigte multifunktionsfläche zwischen gemeindehaus, kindergarten und kirchhügel und ein dahinterliegendes freiraumzimmer. hier wird ind en folgejahren ein dorf-kindergarten realisiert werden. multifunktionales betonpflaster erlaubt durch eine markate bänderung das 3 reihige parken am platz zu kirch- und festtagen.

geparkt wird sonntags in dörflicher tradition nicht auf fest ausgewisenen plätzen sondern hintereinander in reihe. sonderlösungen, wie die indirekte niederspannung(autoscheinwerfer)-beleuchtung, lassen dan platz als initiator eines neuen dorfzentrums technisch und in seiner ausformuliereung einzigartig werden. in weiterer folge wird nach den erprobten prinzipien des eigenbaus ein dorfsaal in der typologie kulturstadl realisiert werden.

auftraggeber: gemeinde holzgünz
größe: ca. 800 m2
kosten: 55.000 euro
leistungsumfang: lph 2-9
kooperation: al1 architektinnen, münchen
auszeichnung: ausgewählt für die architektouren 2006

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