hof im hof
innenhofgestaltung renngasse, wien (a)
2004

das prominent gelegene gebäude direkt hinter der freyung im 1. wiener gemeindebezirk wurde zur büroimmobilie umgebaut. ein eingeschnittener innenhof erlaubt trotz schonungsloser büroflächernmaximierung einen wandlungsfähigen grünblick durch sichtbeziehungen zum angrenzenden schottenpark. auf der begrenzten fläche des innenhofes entsteht ein begehbares, unendliches bild, das aus jedem betrachtungswinkel anders wahrzunehmen ist.

die hohen glasfassaden spiegeln die klaren kontraste des freiraums und imitieren den ort als bild im bild. bekannte gartenthemen werden mit wenigen, ausdrucksstarken elementen übersetzt. weißer marmorkiesel bildet die horizontale fläche, eingestreute glaspellets glitzern darin wie reflexionen auf einer wasseroberfläche. kreisrunde, frei schwimmende, anthrazitfarbene betonplatten treiben gleich seerosenblättern auf der kiesfläche.

im hof ist das grün, da vom bodenniveau abgekoppelt, durch bambus in pulverbeschichteten pflanzbehältern stilisiert, der als feingliedriges, vertikales element die blicke aus der hofebene in die oberen geschoße zieht. aus dem eingeschnittenen atrium durchrankt eine waldrebe den hof vertikal in richtung brückenbauwerk. das abbild des wiener wolkenhimmels zieht in den lichtkuppeln der hoffläche vorbei und ergänzt das sich ständig wandelnde hofbild.

auftraggeber: acc für deloitte austria
größe: 360 m2
kosten: 75.000 euro
leistungsumfang: lph 1-6 hoa
kooperation: y. oshima

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