swiss rock
gestaltung des landseitigen gesichts des flughafen zürichs (ch)
2007

schweiz ist landschaft . als solche ist sie geprägt durch ihre morphologie, kultur und tradition. die schönschweiz der postkarten wird in die brauchschweiz der flughafenlandschaft übersetzt und als eigenständiges abstrakt erfahrbar gemacht. das ankommen setzt den ort voraus. mobilität ist das spezifische charakteristikum dieses ortes. die dynamische formensprache der verkehrsbauten ist deshalb generierendes element des freiraumraumkonzepts. ziel ist es durch ein additives, entwicklungsfähiges konzept ein markantes leitbild mit hoher identität und wiedererkennbarkeit zu stiften, das durch seine wandlungsfähigkeit gültigkeit über den eigentlichen planungsperimeter hinaus besitzt. anknüpfungspunkt ist der butzenbüel, der als landschaftliches motiv aufgegriffen und zum identivikationselement weiterentwickelt wird.

mobilität und identität . zur lokalen identitätsstiftung und globalen verortung des flughafen zürich werden alpine landschaftsbilder abstrahiert. das klischee wird dazu in einzelbestandteile zerlegt: berge - steine machen die geschichte der landschaft ablesbar. das motiv alpiner findlinge wird aufgegriffen und zum goldenen swiss rock weiterentwickelt. die kunststeine werden nachts angestahlt und verleihen durch ihren glanz ein nobles nachtambiente. im zusammenspiel mit dem butzebüel erzählen die swissrocks eine surreale geschichte und dienen als identifikationsobjekt für den flughafen. almwiesen - rauhen gebirgslandschaften wird durch almwiesen ein sanfter, kultivierter ausdruck verliehen. dieses element wird durch modellierte wiesen aufgegriffen, die den strassen einen edlen rahmen verleihen. lärchen - durch ihren starken jahreszeitlichen wandel schaffen alpine lärchen eine zeitliche verortung der landschaft. der hellgrüne austrieb im frühjahr und die goldene herbstfärbung setzen auffällige akzente.

szenographie der alpen . durch die unterschiedliche zusammensetzung und gewichtung der einzelnen elemente entstehen ausdifferenzierte szenen von aplenbildern, die eine eigenständige flughafenlandschaft kreieren: solitärer findling . einzelne grosse steine in kombination mit bizzaren solitärlärchen markieren wichtige orte und stellen blickbeziehungen her. hügelige almwiese . die grünflächen des flughafens werden zu sanft hügeligen wiesen modelliert. diese formen eine mobilitätslandschaft, die mit butzenbüel in gesamtzusammenhang gelesen werden kann. steinige wiese . hügelige wiesen mit einzelnen steinsetzungen in mulden bilden ein einprägsames irreales bild. goldene mure . ansammlungen von goldenen findlingen erwecken den anschein, als wären sie vom rücken des butzenbüel gekullert. steiniger lärchenwald . lichte lärchenpflanzungen mit einzelnen steinsetzungen vermitteln das bild eines verwunschenen goldenen waldes. mobilarer findling . das identifikationsobjekt swiss rock stellt eine verbindung zwischen landschaft und gebäuden her. es taucht als multifunktionales oder multimediales element zwischen und in den gebäuden auf.

entwicklung . die reihenfolge der entwicklung ist in verschiedenen varianten möglich, sie kann den mittel und langfristig anstehenden baumaßnahmen folgen. die einbeziehung des butzenbüel in die gestaltungsflächen rundet das landschaftliche konzept ab. das identifikationsstiftende element der goldfindlinge muss dabei nicht an den grünflächen halt machen, sondern kann auch im inneren des flughafens als corporate identity des flughafens eingesetzt werden. da durch die flexibilität des gestaltungskonzeptes im nachhinein auf weitere umbau und neubauprozesse nur im geringen maße rücksicht genommen werden muss ist auch eine sofortige vollständige umsetzung denkbar. durch seine adaptierbarkeit bleibt das konzept swiss rock offen für die weiteren baulichen veränderungen des flughafen zürich. die erdmodellierungen der wiesen und steine können den aktuellen gegebenheiten angepasst werden auch die lärchen lassen bis zu einem bestimmten zeitpunkt als großbäume verpflanzen.

auftraggeber: flughafen zürich
größe: 20 ha
leistungsumfang: wettbewerbsbeitrag