bauen als experiment
wohnversuch im wienerwald, weissenbach (a)
seit 2010

der städtebauliche ansatz versucht den brückenschlag zwischen dorfstrktur und umgebender landschaft. grundintension des versuchs ist die anordnung von bis zu drei wohneinheiten in einer sich gegenseitig inspirierenden topographie, so dass für die späteren utzer über die soziale komponente der nachbarschaft hinaus ein räumlicher mehrwert durch erhöhte dichte im ruralen kontext des südlichen wienerwalds entsteht. die zwei baukörper ergänzen sich zu einem esemble mit signifikanten freiraumabfolgen: zufahrt, gedeckter hof und garten. durch die überlagerung von horiontaler vertikaler markanz gelingt ein zusammenspiel relativ grosser, unmittelbar benachbarter volumen. von der dorfstrasse auf artikuliert sich das ensemble eher als landschaft, denn als gebäude: gründächer nehmen den gegenhang eines wienerwald-hügels vorweg.

die materialisierung und umsetzung versteht sich als konsequente fortführung des wohnexperiments: ein holz-beton-verbundsystem bildet die entwurfsspezifische tragstruktur. im erdgeschoss grossteils doppelschalige, transparente polycarbonat-wände bringen licht und umgebungsbezug. die dämmebene (hanf ) bleibt in der transluzenten fassade sichtbar. die fussböden und prägende innenwände sind aus stampflehm errichtet, der der baugrube zuvor entnommen, zwischengalagert und letztendlich wiederverbaut wurde. durch die unmittelbare kopplung von bauaufsicht und ausührung wurde in der detaillierung ein hoher innovations- und präzessiongrad erreicht.

größe: ca. 1.100 m2
kosten: 0,5 mio euro
leistungsumfang: lph 1-9
kooperation: al1, grundstein, p. kneidinger
auszeichnung: das beste haus 2014 (architekturzentrum wien)
veröffentlichung: architektur aktuell 10/2013, springer verlag; zuschnitt 45, pro holz austria 04/2013; detail 11/2013; detail online; baunetz wissen
bilder: c. franke

externe links: detail, das architekturprotal, architektur aktuell, springer, baunetz wissen

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