Freiluftsupermarkt - Pflücke deine Stadt!
integratives Zwischennutzungskonzept als Stadtentwicklungsstrategie für Wien (a)
2015

Zwischen wöchentlicher Gemüsekiste und täglichem Selbstgärtnern: Die weltweit ersten Freiluftsupermärkte werden in München und Wien zeitgleich entwickelt und 2015 zum ersten Mal umgesetzt. Frischgemüse kann spontan selbst geerntet werden und ein unmittelbarer Bezug zu den erworbenen Produkten wird hergestellt. Befand sich der Freiluftsupermarkt letztes Jahr noch im Stadtentwicklungsgebiet Carrée Atzgersdorf, wo eine alte Industriebrache für Gemüseanbau umgewandelt wurde, so zieht er im Frühjahr 2016 auf die 12.000 m2 große Freifläche der ehemaligen Sargerzeugung Atzgersdorf. Bereits seit 2015 beherbergt die frühere Holzlagerfläche eine Vielzahl an Veranstaltungen organisiert durch F23.wir.fabriken. Einer der vier Außensektoren wird ab Frühjahr 2016 vom Freiluftsupermarkt bespielt. Unter anderem wird eine Frischbar BesucherInnen mit frischem kulinarischem Angebot verwöhnen und saisonale, vor Ort geerntete Produkte werden direkt zu kulinarischen Köstlichkeiten verarbeitet.

Die im Frühjahr 2016 kurzfristig eingerichtete Unterkunft für 750 Menschen mit Fluchthintergrund liegt direkt gegenüber dem neuen Freiluftsupermarkt in der Ziedlergasse. Freiflächen und Raum für kulturellen Austausch sind in Atzgersdorf rar – hier bietet der Freiluftsupermarkt eine Möglichkeit der Kommunikation und Integration. Er stellt Drehscheibe für gelungene Begegnung in der Nachbarschaft dar. Bereits die Installation der Basisbausteine verfolgt einen integrativen Ansatz: Der gesamte Freiluftsupermarkt wird im partizipativen Verfahren vor Ort aufgebaut, er ist der Grundstein für eine respektvolle, freudenreiche Zusammenarbeit in Atzgersdorf.

auftraggeber: Grätzeloase Wien
größe: 3.000m2
leistungsumfang: integratives Zwischennutzungskonzept
kooperation: wir fabriken.f23
externe links: freiluftsupermarkt, agropolis münchen

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